Teilzeit ist ein Wachstumsmarkt. In allen Bereichen der Wirtschaft ist Teilzeitarbeit auf dem Vormarsch. Nicht nur im Bereich der Dienstleistungen (36%) sondern auch in untypischen Sektoren wie Industrie und Bergbau (11,8%) ist der Anteil von Teilzeitbeschäftigten in den letzten Jahren angestiegen.
Und zwar nicht nur in Deutschland: Im Zeitraum 2000 bis 2005 ist der Anteil der befristet Beschäftigten an den Beschäftigten insgesamt in der EU gestiegen: Bei den Frauen von 14,1 Prozent auf14,9 Prozent und bei den Männern von 12,5 Prozent auf 13,9 Prozent (Quelle: http://www.eds-destatis.de/de/downloads/sif/sf_07_098.pdf).
Dabei ist die Zahl der Beweggründe, ab sofort nur noch teilweise zu arbeiten, so verschieden wie die Modelle, die weniger Arbeitsstunden ermöglichen: Individuelle Tages- und Wochenarbeitszeiten, Sabbaticals und gleitender Altersruhestand sind flexible Formen der Arbeitsorganisation, die - so hofft zumindest das Bundesministerium für Arbeit und Soziales - "eine moderne Balance zwischen sozialen Wünschen und gesellschaftlichen wie betrieblichen Notwendigkeiten", schaffen.
Teilzeitarbeit ist ein Mittel für Arbeitgeber, schnell auf unterschiedliche Arbeitsaufkommen zu reagieren. Mit diesen Schwankungen richtig umzugehen, wird immer häufiger zu einer wettbewerbsentscheidenden Frage. Und Teilzeitarbeit ermöglicht es vielen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mehr Zeit in der Familie, mit Freunde, Hobbies, ehrenamtlichen Tätigkeiten und sozialem Engagement zu verbringen.
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